#67 Dad’s Talk mit „Deine Freunde“-Star Florian Sump

Shownotes

Mir war bis zur Recherche für diese Folge gar nicht so wirklich bewusst, wie lange mich Florian Sump musikalisch schon verfolgt.

Ende der 90er Jahre hab ich so wie viele andere Teenies Songs der Band "Echt" gehört, deren Schlagzeuger Flo war.

Etwas später war ich ein Jim Pansen-Fan, wo - wie ich jetzt weiß - auch Flo dahintersteckte.

Und last but not least wurde ich dank meiner Kinder zu einem leidenschaftlichen "Deine Freunde"-Hörer, bei denen Flo als Rapper agiert.

Meine persönliche Story ist in dieser Folge aber kein Thema, sondern Florians Story. Meine musikalischen Verbindungen zeigen allerdings sehr gut, wie wandelbar Flo ist und dass er sich ständig weiterentwickelt.

Deswegen haben wir ausführlich über seine Vergangenheit gesprochen und wie er letztlich dort gelandet ist, wo er heute steht. Außerdem verrät er, warum "Deine Freunde" so erfolgreich sind und wie er das Leben als Musiker mit dem des Familienvaters vereint.

Und nun viel Spaß mit der Folge!

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00:00:00: Ich hab schon das Gefühl, dass... Also für mich war das immer super, super wichtig.

00:00:06: Besonders nach dem Ende von echt wusste ich, es ist schön, Erfolg zu haben.

00:00:10: Aber ich hab scheinbar... Also wenn nicht andere, dann zumindest noch mehr Prioritäten in meinem Leben.

00:00:16: Und ich wusste schon immer, dass ich ein krasser Familienmensch bin.

00:00:20: So, ich bin in einer... Familie aufgewachsen, die sehr eng ist miteinander.

00:00:25: Ich hab noch zwei Brüder, wir haben super Verhältnis.

00:00:27: Für mich ist das Familienleben super wichtig und ich hab auch schon immer gespürt, dass wenn ich irgendwann selbst eine Familie haben werde, dass das das Wichtigste in meinem Leben sein wird.

00:00:40: Genauso ist es auch gekommen und deshalb bin ich total froh auch als Musiker.

00:00:47: einen Familienleben zu haben, wo ich sagen kann, ich bin als Papa präsent.

00:00:51: Ich kriege jede einzelne Entwicklung meiner Kinder mit.

00:00:57: Ich darf da dran sein.

00:00:58: Ich werde nicht irgendwann aufwachen und feststellen, scheiße, meine Kinder sind groß und ich hab alles verpasst.

00:01:03: So, ich bin nah an denen dran und dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

00:01:24: Mir war bis zur Recherche für diese Folge gar nicht so wirklich bewusst, wie lange mich Florian Sump musikalisch eigentlich schon verfolgt.

00:01:32: Ende der Neunziger habe ich so wie viele andere Teenies Songs der Band echt gehört, deren Schlagzeuger Flo war.

00:01:38: Etwas später war ich dann ein großer Chimp-Pansen-Fan, wo wie jetzt weiß auch Flo dahinter steckte.

00:01:44: Und last but not least wurde ich dank meiner Kinder zu einem leidenschaftlichen Deine Freundehörer, bei denen Flo als Rapper

00:01:50: agiert.

00:01:52: Meine persönliche Story ist in dieser Folge aber kein Thema, sondern Florian Story.

00:01:56: Meine musikalischen Verbindungen zeigen allerdings sehr gut, wie wandelbar Flo ist und dass er sich ständig weiterentwickelt.

00:02:03: Deswegen haben wir ausführlich über seine Vergangenheit gesprochen und wie er letztlich dort gelandet ist, wo er heute steht.

00:02:09: Außerdem verrät er, warum deine Freunde so erfolgreich sind und wie er das Leben als Musiker mit ihm des Familienvaters vereint.

00:02:16: Und nun viel Spaß mit der Folge.

00:02:19: Lieber Flo, herzlich willkommen im Dad's Talk und vielen Dank schon mal für deine Zeit.

00:02:24: Gerne und vielen Dank.

00:02:25: schön, dass du mich eingeladen hast.

00:02:28: Flo, es war mir gar nicht so bewusst, aber im Zuge der Recherche auf dieses Gespräch bin ich draufgekommen, dass du mich musikalisch schon seit über fünf und zwanzig Jahren verfolgst.

00:02:37: Ende der Neunziger war ich so wie viele andere Teenies.

00:02:40: Auch ein echt Anhänger muss ich jetzt auch mal zugeben.

00:02:44: Dann bin ich über den Song MPU zu Jim Pansen gekommen.

00:02:47: Wusste ich auch nicht, dass du das bist.

00:02:49: Und jetzt kinderbedingt bei deine Freunde angelangt.

00:02:52: Wie siehst du eigentlich deine musikalische Reise in den letzten, ich sag mal, dreißig Jahren?

00:02:59: Ich weiß gar nicht, ob ich mir die Mühe schon mal gemacht habe, das zu ganzheitlich zu betrachten.

00:03:06: Ich bin immer so sehr im Moment mit dem beschäftigt, was dann gerade aktuell ist, dass ich so mir diese Gesamtheit meines Lebens eigentlich sehr selten vor Augen führe.

00:03:20: Allerdings... Wenn ich zum Beispiel an die Zeit Ende der Neunziger denke, als wir mit echt unterwegs waren und auch an die Jim Pansen Zeit, die also erstmal cool, dass du den kennst, der war ja eher ein Untergrundkünstler.

00:03:34: Ich denke an diese Episoden teilweise als während des verschiedener Leben, ehrlich gesagt.

00:03:39: Also meine Jugendzeit und die erste Band, also halt echt mit denen ich unterwegs war, das kommt mir zwischendurch so unfassbar lange her vor.

00:03:48: Manche Teile davon sind noch sehr greifbar und die erinnere ich mich noch sehr genau.

00:03:52: Aber es fühlt sich manchmal an wie ein längst vergangenes Leben.

00:03:56: Das hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass ab der Familiengründung sowieso eine völlig neue Zeitrechnung beginnt.

00:04:02: und alles so ein bisschen schwerer zu einzukategorisieren ist.

00:04:08: Zumindest für mich.

00:04:09: Ich habe es ein bisschen ausgeschweift, aber du weißt vielleicht, was ich meine.

00:04:13: Alles gut.

00:04:13: Das ist ja auch das Sinn unseres Gesprächs, dass wir etwas ausschweifen können.

00:04:17: Aber war auch die Prägenz der intensivste Zeit, die echt Jahre sozusagen?

00:04:25: Ich weiß nicht, ob das mit... Also, natürlich ist es alles aneinander gekoppelt, aber ich glaube, es war insofern die intensivste Zeit, da das meine Jahre zwischen zehn und Anfang zwanzig waren.

00:04:39: Und da passiert so unglaublich viel in der Zeit.

00:04:42: Man wird irgendwie vom Kind zum Teenager.

00:04:45: Und dann denkt man auch schon, erwachsen zu werden, was sich dann später noch mal als etwas verfrühte Diagnose irgendwie herausstellt.

00:04:54: Aber ... Es war schon eine sehr, sehr, sehr intensive Zeit und auch eine, die ich ganz intensiv auch mit etwas sehr Suchende verbinde.

00:05:04: Ich war sehr suchend und noch sehr nach Orientierung suchend in dieser Zeit, auch wenn ich schon auf eine gewisse Art und Weise da angekommen bin, wo ich, wie ich dann später rausstellte, irgendwie immer bleiben wollte, nämlich in der Musik.

00:05:17: Also egal, was sonst in meinem Leben los war, es gab immer diese konstante Musik, egal ob ich davon gerade gelebt habe oder weit entfernt davon war.

00:05:26: Aber Musik war immer da.

00:05:28: und diese ersten, also diese Jahre zwischen fünfzehn und zwanzig, die ja auch so die haupt echt Jahre waren, die waren natürlich besonders intensiv.

00:05:40: Klar, keine Frage.

00:05:42: Ich habe in einem Interview gelesen, da hast du gesagt, wir haben uns ja nie offiziell aufgelöst, wir könnten also jederzeit wieder was machen.

00:05:50: Wie realistisch ist so ein Comeback dann wirklich?

00:05:53: Im Moment sehr unrealistisch.

00:05:55: Weil wir, also wir haben Kontakt zueinander und aber wir haben auch so, also wir leben alle so doll auch unser eigenes Leben mittlerweile, was von so vielen auch zeitlichen Verpflichtungen geprägt ist.

00:06:11: Alleine, jetzt in meinem Fall, zwischendurch irgendwie auf Tour sein, sehr viel Konzerte spielen und Reisen da sein, aber auch den Anspruch haben, mich also sehr präsent in meiner Familie sein zu wollen und da eben nicht nur ein Reisender, sondern ein Gestalter und halt Vater irgendwie auch zu sein.

00:06:28: Alleine diese Sachen schränken mich schon sehr ein auf beste Art und Weise, weil ich mir das ja auch ausgesucht habe, aber da ist dann wenig Platz für anderes noch.

00:06:39: Du hast aber nach dem Ende von echt, glaube ich, dann doch ein paar Jahre was anderes, also das viele Jahre was anderes gemacht noch nebenbei.

00:06:48: Wolltest du da bewusst raus, dass der Musik-Business oder hast du tatsächlich auch mal die Lust am Musikmachen verloren?

00:06:54: Ich habe nie die Lust am Musikmachen verloren.

00:06:57: Ich habe allerdings nach dem Ende von echt sofort die Ambition losgelassen eigentlich, wirtschaftlich von der Musik jetzt leben können zu müssen.

00:07:06: Ich war eher, für mich war das tatsächlich eher eine Art Befreiung.

00:07:12: Auch den ganzen Druck erst mal los zu sein und die Erwartungen, die an mich und an uns als Band geknüpft sind und so.

00:07:20: Die geschäftlichen Verpflichtungen, die man jahrelang irgendwie versucht hat, so gut wie möglich zu erfüllen und so.

00:07:26: Das alles nicht mehr zu haben, war eine totale Befreiung für mich.

00:07:30: Und ich hätte auch zu dem Zeitpunkt niemals daran geglaubt, dass sich irgendwann wieder an den Punkt kommen.

00:07:36: mit Musik meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

00:07:38: Und ich habe dann ja auch zehn Jahre, circa nach dem Ende von echt Musik einfach nur gemacht, weil ich halt Musiker bin und es liebe Musik zu machen, aber hatte gar keinen Geld verdient und konnte das sozusagen nicht zu meinem wirtschaftlichen Lebensmittelpunkt mehr erklären.

00:07:56: Aber machst du jetzt wieder Vollzeitmusik oder gibt es noch andere Betätigungsfälle?

00:07:59: Du warst ja sehr lange als jetzt hier in der Kita auch tätig.

00:08:03: Das stimmt.

00:08:04: Diesen Job habe ich auch erst Anfang im Jahr zwei Tausend Neunzehn, als sich das wirklich nicht mehr zeitlich vereinbaren ließ, mit eigener Familie und dem größer werdenden Erfolg von Deine Freunde.

00:08:13: Da habe ich dann den Job gekündigt, aber auch in dem Job habe ich zehn Jahre lang gearbeitet.

00:08:18: Und irgendwann war das dann aber nicht mehr möglich, weil wir glücklicherweise anfingen, viel mehr Konzerte zu spielen und mehr Alben zu machen und uns viel mehr um Deine Freunde als Band kümmern zu dürfen.

00:08:30: Und das habe ich dann auch... gerne angenommen, diese Challenge.

00:08:35: Was nimmst du aus deiner Zeit in der Kita mit?

00:08:37: Ich hab selber drei Kinder, die sind eins, vier und acht.

00:08:41: Und für mich ist so in der Pädagogik die Königsklasse, die Kita, weil es aus meiner Sicht extrem anstrengend ist.

00:08:49: Was nimmst du aus dieser Zeit mit, die auch wahrscheinlich sehr prägend war?

00:08:52: Also, wenn man vor hat, in Kitas zu arbeiten, würde ich auf jeden Fall sagen, Rücken trainieren ist erstmal das wichtigste für den eigenen Körper.

00:08:59: Weil der Rücken ist auf jeden Fall der Erste, der leidet.

00:09:02: Dann muss man mit einem gewissen Pegel an Lautstärke gut zurechtkommen.

00:09:07: Es gibt viele Aspekte dieses Jobs, die ihn wirklich sehr anstrengend machen.

00:09:12: Aber was bei mir dafür gesorgt hat, dass ich jeden Tag gerne dorthin gegangen bin, war, dass ich es als unfassbares Privileg auch begriffen habe.

00:09:22: So junges Leben in so krassen Entwicklungsstadien irgendwie begleiten zu dürfen und da dabei sein zu dürfen, wenn so viel Wichtiges in diesen jungen Kinderjahren passiert.

00:09:32: Und ich hatte auch noch das Glück, dass ich... seitens meiner, meiner Chefs und Chefin immer so viel Vertrauen genossen habe, dass ich auch anfangen konnte Musik damit reinzubringen.

00:09:42: und dann den Kindern, also die Jüngsten waren wirklich eins damals, die Ältesten dann später irgendwann zwölf, weil ich nicht nur in Kitas war, sondern auch in so Ferienbetreuung und so Sachen, also das Altersspektrum war sehr breit bei mir, aber die Jüngsten waren halt eins und die schon sozusagen musikalisch ein bisschen an die Hand nehmen zu dürfen und durch so Beats, die ich mitgebracht habe und kleine Tanzreisen und so Hip-Hop-Yoga und so Sachen, die ich mir ausgedacht habe, einfach nur um den Kindern Musik näher zu bringen.

00:10:14: Das machen zu dürfen.

00:10:15: über Jahre hat mich so anstrengter Job auch immer auch gleichzeitig total glücklich gemacht, weil das halt ein ganz spannender und toller Prozess ist und weil ich auch wusste, dass ich durch die Musik etwas mit da rein geben kann, was für die Kinder sehr wertvoll ist.

00:10:33: ist in dieser Zeit ist ja dann auch die Idee glaube ich zu deine Freundin standen, war der Kita Job der Auslöser oder war das einfach nur ein Zufall, dass du da gearbeitet hast und dann Kinder oder Musik, moderne Musik für Kinder entwickelt hast?

00:10:48: Es war schon auch ein Auslöser, weil ich festgestellt habe, wie anders die Kinder auf die Musik reagieren, die ich privat von zu Hause mitgebracht habe, weil es war dann schon so, dass in diesen Einrichtungen liegen.

00:10:59: dann Da ist die Musikauswahl nicht besonders groß, so wie generell die Musik, die explizit für Kinder produziert wird.

00:11:07: Ja, das ist ja kein Riesenmarkt gewesen, vor allem vor zehn Jahren nicht.

00:11:11: Und da habe ich dann aus der Not sozusagen eine Tugend gemacht und einfach unter anderem Beats.

00:11:17: Die Paulie, also unser Bandmitglied, auch Mitglied von deine Freunde, DJ Paulie, die er mir zur Verfügung gestellt hat, weil wir auch schon vorher ein bisschen Hip-Hop-Musik zusammengemacht haben, dann habe ich einfach diese Instrumentalmusik mitgenommen in die Kita und gesehen, wie die Kinder darauf reagieren, wenn ich halt Beats mitnehme, die mir selber auch gefallen und die halt aber sozusagen erstmal den Anschein erwecken, dass das erwachsenen Musik wäre.

00:11:46: was viel damit zu tun hat, dass wenn man Kinder Musik produziert, auch immer meint, dass das so eine bestimmte Klangwelt haben muss oder dass das so den Kindern nicht zu viel zumuten darf oder sonst wie.

00:11:55: Und ich habe einfach auch etwas härtere Beats und so ein bisschen so Sachen, die ich selber feiern mitgenommen und habe gesehen, die Kinder feiern das genauso und fühlen das genauso wie ich, weil es geht ja bei Musik auch gar nicht immer darum, dass so intellektuell irgendwie zu begreifen, sondern es macht, es berührt uns ja irgendwie, es macht irgendwie auch was mit uns und gibt uns ein Gefühl.

00:12:15: Und dieses Gefühl war bei mir das Gleiche wie bei den Kindern.

00:12:19: Und da habe ich dann gecheckt, ah, okay, es ist eigentlich, eigentlich haben die auch, die hätten bestimmt voll Bock, sich aus einem breiteren Themenspektrum auch zu bedienen, als das, was für Kinder so angeboten wird.

00:12:31: Nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich.

00:12:33: Und so war dann die Idee geboren, mich mit Pauli und Lukas zu treffen und ein einziges Lied für die Gruppe, die ich damals betreut habe aufzunehmen.

00:12:42: Das war dann unser Schokoladesong.

00:12:44: Das ist der erste Deinefreundesong, den wir überhaupt jemals so aufgenommen haben.

00:12:50: Und den habe ich dann am nächsten Tag mitgebracht und den Kindern vorgespielt.

00:12:52: Und dann war halt die Reaktion, die mich sehr gefreut hat, dass sie es immer und immer und immer wieder hören wollten und dann auch zu Hause ihren Eltern erzählt haben.

00:12:59: Flo hat da ein Lied mitgenommen.

00:13:02: Dann haben mich die Eltern darauf angesprochen.

00:13:04: Also es gab sofort Feedback.

00:13:06: Wir als also Lukas Pauli und ich haben auch sofort gemerkt, wie viel Spaß uns das bringt, diese Art von Musik zu machen und in so diese Themenwelt der Kinder einzutauchen, dass wir uns dann einfach wöchentlich getroffen haben, jede Woche ein, zwei Songs gemacht haben und gemerkt haben.

00:13:21: Damit wollen wir jetzt wahrscheinlich erst mal nicht mehr aufhören, weil das so viel Spaß macht und uns auch so viel einfach so viel gibt, auch diese Art von Musik zu machen.

00:13:30: Und das war vor knapp vierzehn Jahren und wir machen es immer noch und die Begeisterung hat nicht nachgelassen.

00:13:36: War dir damals dann auch relativ schnell klar, dass das kommerziell erfolgreich werden kann?

00:13:40: Du hast dir wahrscheinlich auch so ein Gefühl.

00:13:42: nach so viele Jahrzehnte, muss man jetzt schon sagen, Musik, was funktioniert draußen und was dann auch kommerziell erfolgreich werden kann.

00:13:52: Ja, ich habe tatsächlich durch das Feedback der Kinder und der Eltern, also ich wusste noch nichts darüber, was die kommerzielle Verwertbarkeit.

00:14:01: unserer Musik angeht.

00:14:02: Aber ich habe sofort gespürt, dass das irgendwie auf fruchtbaren Boden fällt und dass die Kinder und die Eltern da irgendwie gleichermaßen Bock drauf haben.

00:14:11: Und das war schon so.

00:14:12: was, wo ich gemerkt habe, wenn wir hier am Ball bleiben und irgendwie mal gucken, ob uns das noch weiterhin Spaß bringt, dann könnte das echt was werden.

00:14:23: womit wir auf jeden Fall schon mal Konzerte spielen können.

00:14:26: Ich habe zu dem Zeitpunkt noch längst nicht daran gedacht, dass wir damit wirklich irgendwann unser Leben bestreiten können.

00:14:31: Aber mir war schon klar, dass das irgendwie was Besonderes ist und dass es das so noch nicht gab.

00:14:39: Und schon bei unserem ersten Auftritt, der so vor vierzig Menschen hier in Hamburg war, in einem Hinterhof auf so Paletten, die wir da hingestellt haben.

00:14:51: Da waren schon Kinder dabei, die das so aus vollem Herzen mitgesungen haben und Eltern, die so grinsen dahinter standen und irgendwie auch glücklich waren.

00:14:59: Und da haben wir schon gespürt, dass wir was Besonderes gemacht haben und dass wir damit unbedingt weitermachen müssen und wollen.

00:15:08: Und wieso wolltet ihr euch anfangs unbedingt Rolf zu Kopf Nick nennen?

00:15:14: Also, ich weiß schon, mit Rolf Zuckoff.

00:15:15: sich hatte die Ehre vor gut einem Jahr mit ihm einen Podcast zu machen.

00:15:19: Da haben wir auch über euch gesprochen.

00:15:20: Aber warum, warum hattet ihr die Idee, das so anzulehnen an ihm?

00:15:25: Ach, ich glaube, weil wir Fans von sehr schlechten Wortspielen sind.

00:15:30: Da lassen wir eigentlich nix aus.

00:15:32: Und wir fanden eine kurze Zeit lang die Idee des Kopfnicks, also das... Wort Kopfnicken irgendwie mit rein zu nehmen, weil es ja auch zu Hip-Hop Musik und diesen Art von Beat passt und so.

00:15:44: Das fanden wir lustig.

00:15:47: Das war ehrlich gesagt alles.

00:15:48: Und dann zu dem Zeitpunkt kannten wir Rolf schon und haben ihn gefragt, wie er das so finden würde.

00:15:51: Er fand es nicht so doll und hat es aber in ein Kontinent verpackt.

00:15:55: Er hat dann gesagt, das was ihr macht ist so eigen.

00:15:58: Da sollte die auch einen Namen wählen, der nicht an jemanden anders oder mich angelehnt ist.

00:16:03: Und das fanden wir dann gut und haben wir nochmal überlegt.

00:16:05: Genau das gleiche hat den Podcast auch gesagt.

00:16:07: Also ihr seid so speziell, ihr solltet auch einen eigenen Namen haben.

00:16:11: Habt ihr noch Kontakt oder ist er noch so was wie ein Begleiter, ein Mentor?

00:16:17: Ja, wir haben noch Kontakt.

00:16:19: Also nach wie vor, wenn wir ein neues Album fertiggestellt haben, dann ist er der erste, den wir anrufen und fragen, wann der Zeit hat, vorbei zu kommen und er nimmt sich dann auch immer die Zeit, kommt uns im Studio besuchen und ist dann immer der erste, der unser Album durchhört.

00:16:33: So, dann sitzen wir auch richtig da und hören Song für Song das ganze Album durch, trinken dabei ein Tee und unterhalten uns auch auf freundschaftlicher Ebene.

00:16:42: Aber das ist so eine Tradition, an der halten wir auch fest.

00:16:45: Und abgesehen davon bin ich zum Beispiel auch Stiftungsrat mit Glied in seiner Stiftung Kinder brauchen Musik.

00:16:53: So, wo er... verschiedene Einrichtungen unterstützt.

00:16:56: Und dem ist das Rolf, ist das ein ganz großes Anliegen auch immer irgendwie zu gucken, dass Musik auch dahin kommt, wo sie sonst vielleicht nicht so gehört wird oder wo die Leute nicht so die Mittel haben.

00:17:06: Und er ist einfach real, würde ich sagen.

00:17:08: Also Rolf zieht seinen Ding durch und der hat wirklich auch Interesse an der Lebenswirklichkeit von Kindern und so weiter.

00:17:17: Und wir sind befreundet mit ihm.

00:17:18: Also da passt irgendwie alles.

00:17:22: Ich persönlich komme aus der Hip-Hop-Ecke auch, so Blumentopf und Creme de la Creme war so meine Zeit in den neunzigern und Anfang zweitausender.

00:17:29: Also mir persönlich gefällt eure Musik schon sehr gut und die Texte finde ich auch sehr lustig und sehr nah dran und spreche mir aus dem Herzen.

00:17:37: Ist das auch so eins der Erfolgsrezepte, dass ihm nicht nur die Kinder auf eure Musik stehen, sondern auch die Erwachsenen die Musik abfeiern?

00:17:44: Ja voll, also und das war aber etwas, was wir nicht von Anfang an... geplant haben, so wie wir ehrlich gesagt in den ersten Jahren die wenigsten Dinge überhaupt geplant haben.

00:17:53: Also Sachen sind einfach so passiert.

00:17:56: Wir haben auf den Konzerten dann gemerkt, aha die Eltern stehen gar nicht desinteressiert irgendwo im Hintergrund rum, sondern die haben auch Spaß an der Musik und die lieben es ihre Kinder zu beobachten, wie die auf die Musik reagieren.

00:18:09: Aber sie können selber auch was damit anfangen und fangen an mitzusingen oder mit zu rappen oder wie auch immer.

00:18:15: Und als wir das begriffen haben, haben wir halt Uns erst mal drüber gefreut, dass es nicht so eine Trennungslinie zwischen Eltern und Kindern gibt bei unseren Konzerten, sondern dass sie das gemeinsam erleben, auch wenn unsere Konzerte so gebaut sind, dass die Kinder ihren eigenen Bereich haben vor der Bühne, wo die Eltern nicht mit rein dürfen und die Eltern dann dahinter stehen.

00:18:37: körperlich voneinander getrennt, aber sie erleben die Musik irgendwie gemeinsam und sind auch gemeinsam begeisterungsfähig und das freut uns total und hat auch dafür gesorgt, dass wir im Laufe der Jahre auch immer mal ein, zwei, drei Eltern-Songs mit auf die Alben genommen haben.

00:18:54: Also mit Eltern-Songs meine ich jetzt Songs, die Themen haben, die eigentlich nur Eltern betreffen, wie zum Beispiel Elternvertreterwahl in der Kita.

00:19:02: Das ist nun wirklich etwas, womit die Kinder erstmal per se will man denken nichts anfangen können, weil das halt kein Teil ihrer Lebenswirklichkeit ist.

00:19:13: Aber wie sich auch daraus gestellt hat, haben die Kinder durchaus ein Interesse dafür, was bei den Erwachsenen eigentlich so los ist und gehen dann darüber ins Gespräch oder wollen wissen, wie läuft so eine Elternabend denn sonst ab oder so.

00:19:24: Und auch da ist es dann so, dass nicht nur die Eltern den vermeintlichen Elternsong hören, sondern die Kinder genauso und umgekehrt.

00:19:32: Also man participiert auch voneinander und kommt lernt Sachen aus der Realität des anderen kennen, was wir uns auch total freut.

00:19:42: Aber das sind alles so Lernprozesse, die wir aus, also die wir durch irgendwelche Situation oder durch irgendwas erst kennengelernt haben, was wir so nicht geplant haben.

00:19:56: Also wir haben keinen super schlauen Marketingplan gehabt, der so, ja, wir vereinen Eltern und Kinder, wir machen was, was beiden gefällt, sondern wir gucken dann in grinsen Elterngesichter und denken, ah, guck mal, die haben auch Spaß dran.

00:20:08: Also werden wir das ab jetzt berücksichtigen.

00:20:11: Es ist so ein, auch wir partizipieren sozusagen von unserem Publikum und es ist irgendwie ein schöner Kreislauf.

00:20:18: Da greift alles ineinander, wenn man aufmerksam ist.

00:20:22: Absolut.

00:20:23: Und ich glaube, man darf die Mundpropaganda auch nicht unterschätzen.

00:20:26: Weil anderen Eltern, was empfehlen hat, das ist meistens ein sehr starkes Gewicht.

00:20:30: Wir kennen das von uns aus der Community.

00:20:32: Wenn wir was empfehlen, dann glaubt man uns dazwischen, wir sind selber Väter, wir haben das selber getestet.

00:20:37: Und ich glaube, die Mundpropaganda ist nichts zu unterschätzen, oder?

00:20:40: absolut haben wir auch die ersten jahre immer gesagt wenn man sich so den kopf darüber zerbricht wie können wir unsere musik an so viele menschen wie möglich bringen?

00:20:48: so was für was für hebel kann man umlegen?

00:20:51: und irgendwann haben wir gemerkt das mächtigste marketing tool haben wir eigentlich schon und das ist auch so also so gesehen auch gratis.

00:20:58: es ist elterliche mund propagandar.

00:21:01: eltern erzählen sich untereinander wenn sie etwas entdeckt haben von sich wirklich überzeugt sind und was sie wirklich toll finden für ihre kinder.

00:21:08: dann verbreitet sich die Kunde fast wie von alleine und das ist uns natürlich sehr zu gut gekommen mit dem was wir machen.

00:21:17: Inwiefern haben auch so Geräte wie die Tonybox also ich bin zum Beispiel da wir sind auf euch gekommen durch die durch die gelbe Figur

00:21:25: das gelbe von

00:21:26: drei danke schön genau.

00:21:28: und so sind wir nicht auf deine Freunde gekommen.

00:21:31: die läuft bei uns immer noch rauf und runter.

00:21:34: inwiefern hat das auch einen Einfluss darauf dass ihr dann so

00:21:42: Ich glaube, dass diese Tonifiguren auf jeden Fall auch eine Kinderhände greifen sich natürlich wesentlich lieber so eine Figur, die auch noch cool aussieht und irgendwie die man nicht so leicht kaputt machen und vor allem nicht zerkratzen kann wie eine CD.

00:21:59: Das war schon genial von denen das so zu erfinden.

00:22:02: Man könnte jetzt ... Ich weiß aber das gehört wahrscheinlich nicht hin man könnte darüber reden wie die Musiker und Musikerin vergütet werden so was den Verkauf dieser Tony Figuren angeht nämlich ehrlich gesagt nicht so gut zumal die.

00:22:24: Die Tonys sich nicht mit der GEMA einigen konnten und ab jetzt keine Musik Tonys mehr hergestellt werden, sondern nur noch Hörspiele und so Wissens Tonys.

00:22:33: Das ist natürlich sehr schade für alle, die Musik darüber vertrieben haben sozusagen.

00:22:40: Aber aus... Reiner Kindersicht, meine Kinder einmal auch so eine Box und lieben das, das Ding einfach da oben hinzustellen.

00:22:47: Und es sieht natürlich auch in so einem Kinderregal viel cooler aus, irgendwie Tonys aufgereiht zu haben, als jetzt in meinem, mit meinem klassischen CD-Ständer, könnte ich bei meinen Kindern auf jeden Fall keinen Preis gewinnen.

00:22:58: Ich auch nicht, leider.

00:23:00: Aber das wusste ich gar nicht, dass damit der Gamer keine Einigung erzielt wurde und keine Musiktonys mehr hergestellt werden.

00:23:08: Genau.

00:23:09: Okay.

00:23:10: Darum gibt es auch die Figur, glaube ich, nicht mehr zu kaufen oder nur mehr irgendwie über eBay oder okay.

00:23:16: Richtig.

00:23:18: Da muss ich gut darauf aufpassen, auf jeden Fall, auf diese Figur.

00:23:20: Ja, auch sie macht, hat jetzt schon seltenheitswert.

00:23:22: Ja,

00:23:22: ich weiß, ich weiß.

00:23:25: Noch mal kurz zurück auf die Kindermusik.

00:23:28: Die hat sich ja in den letzten Jahren mit euch natürlich und auch mit anderen Bands.

00:23:32: Ich hatte vor kurzem Christoph Leim von den Heavy Sours auch zu Gast im Podcast.

00:23:37: Und da haben wir auch über die Entwicklung gesprochen, der Kindermusik.

00:23:39: Glaubst du, dass diese Biberbutze mein Lieder dann langsam ausstärken werden oder dass die immer noch irgendwo ihre Berechtigung haben, die alten Kinderlieder?

00:23:49: Ich glaube, dass sie absolut ihre Berechtigung haben.

00:23:51: Und ich bin auch der Überzeugung, dass für ein gewisses Alter Also du kannst natürlich Kindern von Anfang an, sobald sie irgendwie fühlen und sozusagen Musik hören dürfen, kannst du ihnen auch jegliche Musik servieren, auch die, die persönlich gefällt.

00:24:09: Davon irgendwie bin ich auch überzeugt, aber es gibt glaube ich so ein gewisses Zeitfenster, wo so ganz einfache Melodien und auch ganz harmlose Themen, wie der Biberbutzermann oder andere, viele, viele andere Kinderlieder, das das schon, das gefällt den Kindern ja.

00:24:27: Und ich finde es dann irgendwie blöd, mich als Erwachsener hinzustellen und zu sagen, ja, aber das ist ja alles irgendwie infantile Scheiße.

00:24:33: Sondern es ist ja was, wo sie wirklich zarkhaft mit den ersten Formen von Melodiebögen... Und der harmlosesten Variante von Texten in Berührung kommen.

00:24:46: Und von da aus kann man dann ja weitergucken.

00:24:48: Und von da aus kann das Feld ja gerne in jegliche Richtung erweitert werden.

00:24:52: Aber ich habe das selber gemerkt, dass als meine Kinder noch sehr, sehr klein waren, dass ich dann auch gerne genau diese Art von Liedern mit denen manchmal gesungen habe.

00:25:01: So.

00:25:01: Ich habe auch gemerkt, dass es mich als dann in den ersten Jahren müden Vater irgendwie auch beruhigt in so dieser ganz einfachen Welt zu sein musikalisch, die nicht viel von einem will.

00:25:17: Also auf mich hatte das auch eine Wirkung.

00:25:19: Aber ja, ich persönlich, wenn ich jetzt muss, ich habe einen ganz anderen Geschmack.

00:25:25: So, ich stehe auf ganz andere Sachen.

00:25:28: Ich finde aber durchaus, dass das alles gerne friedlich co-existieren darf und dass man da nicht, also wir stellen uns jetzt auch nicht hin als, wir sagen ja, wir sind ja die selbsternahnte coolste Kinderband der Welt mit modernen Sound und so weiter.

00:25:44: Dieser moderne Sound bringt uns aber nicht dazu, alles zu verteufeln, was ein bisschen altbackener und harmloser daherkommt.

00:25:54: Irgendwie ist das ja auch schön, dass sich so was über Jahrzehnte überträgt.

00:25:57: Mir würden diese, diese etwas stumpferen Kinderlieder wahrscheinlich fehlen, wenn die jetzt von heute auf morgen komplett verschwunden wären.

00:26:03: So sehr man sie manchmal auch verflucht.

00:26:07: Absolut.

00:26:09: Wie krass ist für dich auch der Gedanke?

00:26:11: Du hast ja schon vorher gesagt, euch gibt's jetzt seit über zehn Jahren, seit zwölf oder dreizehn Jahren genau.

00:26:15: Jetzt sind die Kinder von damals ... Zum Teil schon Jahr zwanzig oder Anfang zwanzig, dass ihr auch mit einer Generation schon mitgewachsen seid oder umgekehrt, indem sie mit euch mitgewachsen sind.

00:26:28: Das ist völlig verrückt.

00:26:29: Man redet sich ja gerne manchmal ein, dass man nicht älter wird oder nur sehr langsam älter wird.

00:26:34: Aber wenn dann Anfang zwanzigjährige, was jetzt öfter passiert in unserem Leben, auf uns zukommen und so sagen, ey.

00:26:42: Ich bin mit euch aufgewachsen, ihr wart meine Kindheit, ich war auf drei oder vier Konzerten und das sind jetzt aber schon Leute, die irgendwie Studenten oder gerade frisch im Berufsleben oder so sind, dann ist das völlig, völlig verrückt für uns.

00:26:58: und das führt uns auch nochmal so sehr vor Augen, dass in unserem Leben ist auch viel passiert, aber zwischen dreißig und vierzig zum Beispiel, auch wenn meine Kinder da geboren wurden, Diese zehn Jahre haben sich bei mir mit Sicherheit ganz anders angefühlt, als für jemanden, der damals zehn war und jetzt zwanzig ist.

00:27:18: Weißt du, da liegt ja die komplette Jugend für denjenigen und das so, das übertreten der Schwelle zum Erwachsenenwerden drin.

00:27:27: Und das ist für die ist ein Jahrzehnt natürlich etwas ganz anderes als jetzt aus meiner Perspektive.

00:27:35: Aber es ist super schön, diese Begegnung zu haben.

00:27:38: Also wir freuen uns da auch total darüber, wenn junge Menschen, junge Erwachsene so auf uns zukommen.

00:27:43: Und wir wollen natürlich es auf jeden Fall schaffen, so lange weiterzumachen, bis die mit ihren eigenen Kindern dann zu uns kommen und dann vielleicht erzählen, da waren wir früher auch schon.

00:27:54: So, das wäre crazy, wenn wir das schaffen.

00:27:57: Das wollte ich gerade fragen, ob du selber glaubst, dass du Kindermusik in dieser Art und Weise auch noch mit... Ende Fünfzig, Anfang Sechzig machen kannst du willst.

00:28:07: Oder hat das ein Ablaufdatum für dich?

00:28:10: Es hat kein Ablaufdatum, aber was uns als Band schon beschäftigt ist so, also wir kontrollieren uns schon gegenseitig sozusagen und auch musikalisch sehr danach, ob wir das Gefühl haben, noch die Kinder von heute und die Jugend sozusagen zu verstehen und da irgendwie nah dran zu sein.

00:28:36: Aber wir dürfen nicht so peinlich damit werden, dass wir anfangen zu tun, als wären wir selbst noch jugendlich, weißt du?

00:28:43: Also das muss man genau im Blick halten.

00:28:47: Ich kann dann nicht mit Ende-Fünfzig plötzlich mit Rückwärts-Cappy und selber so tun, als wäre ich noch jugendlicher, sondern wir müssen schon auch uns erlauben, älter zu werden und aber auf unsere Kindheit zurückzublicken.

00:29:01: Solange wir das noch mit einem unverklärten... Blick machen können und den auch musikalisch darstellen und abbilden können, glaube ich, können wir so lange weitermachen, wie wir wollen.

00:29:11: Zumindest haben wir schon mal festgestellt, dass wir mit unserer Hörspielreihe, also wir haben auch eine Hörspielreihe, die heißt Tür zu Essid, die befasst sich auch mit unserer Bandgeschichte und so.

00:29:24: Und den Stimmbruch haben wir ja nun mal schon hinter uns.

00:29:26: Das heißt, Hörspiele könnten wir auf jeden Fall ewig weitermachen.

00:29:29: Musik können wir auch so lange produzieren, wie wir wollen, denken wir.

00:29:33: Irgendwann wird es dann wahrscheinlich mit der Bühne ein bisschen schwer, aber bis dahin haben wir auch noch viele Jahre Zeit.

00:29:40: Ist eigentlich eine große Umstellung Konzerte für Kinder zu machen versus Konzerte für Erwachsene?

00:29:48: Keine große Umstellung, ehrlich gesagt.

00:29:50: Die ersten Jahre sind wir auf viel Verwunderung seitens der Veranstalter gestoßen, wenn wir dann da mit unserem Trupp reinkamen und es uns schon wichtig war, dass wir Ein ganz normales Konzert spielen, also mit einer Lichtshow, mit Sound, der irgendwie Spaß bringt.

00:30:09: Alles ganz normal, nur eben am späten Nachmittag statt spät abends.

00:30:14: Und mit Kindern als Publikum.

00:30:17: Und zwar das Wichtigste, den Kindern auch von Anfang an so ein richtiges Konzertfeeling zu liefern.

00:30:22: Und es jetzt nicht irgendwo in einem Jugendhaus, was wir auch oft gemacht haben und was auch cool ist, aber unser Traum war immer echte Konzerte.

00:30:30: Für Kinder zu spielen.

00:30:31: und wenn du mich jetzt nach unterschieden fragst also klar achten wir auf bestimmte Dinge auf die jetzt Erwachsenen bands nicht achten müssen.

00:30:41: wir haben diesen Kinderbereich.

00:30:43: wir haben überall große Flaggen sozusagen für Treffpunkte, wo die Kinder sich mit den Eltern treffen können.

00:30:49: Wir haben immer ein paar Kinderbetreuer, die durchs Publikum gehen und gucken, ob irgendwelche Kinder gerade ein bisschen verloren aussehen oder orientierungslos.

00:30:57: Das kommt ja auch immer mal vor, dass sie vom Klo vielleicht nicht zurückfinden oder irgendwie sowas.

00:31:02: Uns ist das wichtig, vor allem bei der Größe, die wir mittlerweile spielen, dass wenn die Eltern mit ihren Kindern reinkommen und du hast dann eine fünftausender Halle und vor der Bühne dürfen zwei zweieinhalb Tausend Kinder stehen nur in ihrem eigenen Bereich, die Eltern dürfen da nicht rein, dann ist es uns schon super wichtig, dass die Eltern beim Betreten des Saals checken, wie viele Gedanken wir uns darum gemacht haben, dass die sich sicher fühlen.

00:31:25: Dass wir nicht einfach sagen, Schotten auf kommt rein, jeder macht, was er will, sondern uns ist schon bewusst, dass das für viele Eltern auch eine Aufgabe ist.

00:31:33: Ihr Kind dann für neunzig bis hundert Minuten.

00:31:37: loszulassen und in so ein Pulg aus zwei tausend anderen Kindern verschwinden zu sehen und dann auch für die Zeit, solange das Konzert läuft, das Kind wahrscheinlich nicht wieder zu entdecken.

00:31:48: Und dafür ist es dann irgendwie für uns als Band wichtig, die direkt spüren zu lassen, dass wir uns über so was sehr viele Gedanken machen und dass es dann bei uns eben nicht nur darum geht, ein gutes Konzert zu spielen und dabei bei der Show alles zu geben, sondern dass das das komplette Rahmenprogramm irgendwie auch stimmt und sich alle gut fühlen und mit dem Gefühl nach Hause gehen.

00:32:09: Geil, die haben sich richtig Gedanken gemacht, wie wir uns alle wohlfühlen können.

00:32:13: So, das ist ein Unterschied zu erwachsenen Konzerten, glaube ich.

00:32:18: Okay, und dass man die Kinder bei Laune hält, also ich stelle es mir jetzt, wenn ich mir meine drei Kinder vorstelle, dass die da jetzt wirklich, ich weiß nicht wie lange eure Konzerte gehen, eine Stunde wahrscheinlich oder etwas länger sogar.

00:32:28: Anderthalb bis Einteilviertel.

00:32:30: Okay, dass die dann auch wirklich dabei bleiben, muss man denen irgendwas anderes bieten, muss man die mehr einbeziehen vielleicht auch oder?

00:32:37: Ja,

00:32:38: man muss sie mit einbeziehen.

00:32:39: Also wir wollen sie auch mit einbeziehen.

00:32:41: Dieser Austausch bei den Konzerten ist super wichtig für überhaupt eine deine Freunde Show.

00:32:49: Aber weniger um die Kinder sozusagen bei der Stange zu halten als viel mehr um den zu zeigen.

00:32:56: Bei einem Konzert kann eine echte Verbindung hergestellt werden.

00:33:01: Das ist was, was die spüren und die sind von Anfang bis Ende komplett bei uns.

00:33:06: Die sind komplett am Start und super fokussiert.

00:33:12: Was manche Kinder gerne mal machen, wenn die Show anfängt und wenn sich dann das ganze Licht zeigt und der erste Song losgeht, dass sie erstmal so drei, vier Lieder brauchen und erstmal so dastehen und einfach gucken und staunen, was da alles los ist auf der Bühne.

00:33:26: Und die müssen wir uns dann so ein bisschen ranholen.

00:33:28: So, hallo hier, los geht's.

00:33:31: Aber das schafft die Musik in der Regel auch von alleine.

00:33:35: Du hast ja selber zwei Kinder, wenn ich richtig gerechnet habe, müssten die so sieben und neun sein, circa.

00:33:40: Ich habe einen Podcast mit dir gehört, da waren sie drei und fünf.

00:33:43: Also das habe ich jetzt einfach mal hochgerechnet.

00:33:51: Wie finden die, dass das Papa bei deiner Freundin ist?

00:33:54: Ist das cool oder ist das schon nicht mehr cool?

00:33:56: Oder wie sind die die Musik auch generell von dir?

00:34:01: Im besten Sinne, würde ich sagen, ist das nichts Besonderes für die?

00:34:05: Das ist etwas, was für meine Kinder eine Selbstverständlichkeit ist, dass ihr Papa Mitglied von einer Band ist, die heißt Deine Freunde.

00:34:14: Und das bringt halt mit sich, dass Papa öfter mal Fotos machen muss, wenn wir irgendwo unterwegs sind, so mit anderen Kindern, die dann um Fotofragen oder so oder mit deren Eltern.

00:34:26: Und die stellen mir schon auch viele Fragen dazu.

00:34:30: Sie finden natürlich Pauli und Lukas cooler als mich, klar.

00:34:35: Und wir haben jetzt gerade eine Orchester-Tour gespielt mit einem achtzigköpfigen Orchester, da stüber viel Harmonie.

00:34:42: Dafür waren wir zwei Wochen lang in Deutschlands Konzerthäusern unterwegs.

00:34:48: Und das war in den Osterferien.

00:34:49: Und weil Osterferien eigentlich heilige Familienzeit bei uns sind, habe ich gesagt, okay, also wenn wir schon in den Ferien auf Tour gehen, dann muss diesmal meine Familie mitkommen.

00:35:00: Das habe ich bis dato immer gerne.

00:35:02: getrennt, also die waren schon auch auf Konzerten von uns, aber wir sind noch nie mit mir auf Tour gekommen wirklich.

00:35:09: Und das war total spannend und irgendwie auch schön, die da mal in unsere Welt reinzumolen.

00:35:14: Die sind dann wirklich eine Woche von diesen zwei Wochen mit uns im Tourbus unterwegs gewesen und haben so meinen normalen... meinen normalen sehr unnormalen touralltag kennengelernt wie das so ist wenn man in einem bus von stadt zu stadt reißt immer woanders aufwacht dann in die halle geht.

00:35:30: da wird schon die bühne aufgebaut dann macht man soundcheck irgendwann dann gibt dann kommt irgendwann tausende von menschen rein die halle füllt sich plötzlich die stimmung verändert sich und dann gehe ich als ihr fader auf die bühne und macht da Spiel am Konzert mit meinen Freunden zusammen.

00:35:48: Das war vorher mein Gedanke, der mich sehr gestresst hat, meine Familie mit auf Tour zu nehmen.

00:35:53: Das lag aber auch da, also jetzt sind die Kinder an einem Alter, wo man die gut mitnehmen kann.

00:35:58: Wenn das noch so richtig tapsige Kleinkinder sind, dann ist das ja nur anstrengend, mit denen unterwegs zu sein.

00:36:03: Das wäre dann auch für meine Frau super anstrengend.

00:36:05: Aber jetzt war es die perfekte Zeit, die mal mitzunehmen und denen mal meine Welt zu zeigen und zu gucken, wie ist das denn so, wenn man als Musiker auf Tour ist.

00:36:13: Und da bin ich total ... Also ganz dankbar und froh drüber, dass wir das endlich mal teilen konnten diese Welt.

00:36:20: Weil das sonst immer sehr, wie ich gerade eben schon sagte, immer sehr getrennt voneinander ablief.

00:36:26: Wie viel bist du dann ticker unterwegs pro Jahr?

00:36:28: Wie viele Shows Konzerte spielt ihr?

00:36:31: Also das ist unterschiedlich.

00:36:33: Ich würde jetzt sagen, dieses Jahr sind es mit der Orchester Tour, die wir gerade gespielt haben.

00:36:38: Und dann der Herbst und Winter Tour sind es wahrscheinlich um die Fünfzig Konzerte.

00:36:46: Und das variiert.

00:36:48: Aber das ist jetzt, glaube ich, ein ganz guter Durchschnittswert, so fünfzig Konzerte pro Jahr.

00:36:53: Ich fahre aus dem Hintergrund auch quasi im Musikerleben und Familienleben.

00:36:57: Wie gut oder wie schwer ist es, das zu vereinbaren?

00:37:01: Oder ist es auch gut, weil du dann zu Zeiten präsent bist, wo andere Pappers vielleicht nicht präsent sind unter der Woche mal?

00:37:07: Du kannst sie von der Schule empfangen oder mit ihnen was machen, wo halt auch andere Väter monten bis Freitag, nein, zu fünf irgendwo im Büro sitzen.

00:37:15: Meistens ist es so.

00:37:17: Wir haben einen eigenen Rhythmus in unserem Familienleben und der beinhaltet, dass ich phasenweise, wenn wir dann halt auf Tour sind, immer die Wochenenden weg bin.

00:37:26: Das sind dann auch mal so sieben Wochenenden am Stück oder so.

00:37:30: Das finden gerade meine Kinder natürlich nicht immer toll, aber sobald ich dann weg bin, sind die auch mit ihren Freunden und vergessen, dass es mich gibt.

00:37:39: Und dann erinnern sie sich daran, wenn ich wiederkomme.

00:37:42: Also, Sie sind jetzt, Gott sei Dank, nicht durchgehend traurig, wenn ich, das wird mein Herz auch sehr schwer machen.

00:37:47: Aber so wie du gerade gesagt hast, dafür bin ich dann zum Beispiel unter der Woche sehr viel da, kann sie zur Schule bringen, kann sie von der Schule abholen, Hausaufgaben mit denen machen, worüber sie sich natürlich sehr freuen und einfach Zeit mit denen verbringen.

00:38:03: Und ich habe schon das Gefühl, dass... Also für mich war das immer super, super wichtig.

00:38:10: Besonders nach dem Ende von echt wusste ich, es ist schön erfolgt zu haben.

00:38:14: Aber ich habe scheinbar noch, also wenn nicht andere, dann zumindest noch mehr Prioritäten in meinem Leben.

00:38:22: Und ich wusste schon immer, dass ich ein krasser Familienmensch bin.

00:38:26: So, ich bin in einer... Familie aufgewachsen, die sehr eng ist miteinander.

00:38:31: Ich hab noch zwei Brüder, wir haben ein super Verhältnis.

00:38:34: Für mich ist das Familienleben super wichtig.

00:38:37: Und ich hab auch schon immer gespürt, dass wenn ich irgendwann selbst eine Familie haben werde, dass das Wichtigste in meinem Leben sein wird.

00:38:49: Und genauso ist es auch gekommen.

00:38:50: Und deshalb bin ich total froh, auch als Musiker ... ein Familienleben zu haben, wo ich sagen kann, ich bin als Papa präsent.

00:39:00: Ich kriege jede einzelne Entwicklung meiner Kinder mit.

00:39:05: Ich darf da dran sein.

00:39:07: Ich werde nicht irgendwann aufwachen und feststellen, scheiße, meine Kinder sind groß und ich habe alles verpasst.

00:39:11: So, ich bin nah an denen dran und dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

00:39:18: Wir haben eine sehr große Papa-Community, wo auch über ganz viele Themen immer gesprochen wird.

00:39:23: Welche Ratschläge oder Tipps, ich weiß, die härtesten Schläge sind die Ratschläge, aber so Tipps oder so Sachen, die du vielleicht jetzt aus deiner Vaterschaft aus den letzten neun Jahren jetzt mit zwei Kindern einen werdend oder frisch gebackenen Papa mitgeben würdest.

00:39:40: Sachen, die du vielleicht unterschätzt hast.

00:39:43: die irgendwie, auf die ich auch keiner vorbereiten kann.

00:39:46: Du wirst ja Papa und weißt ja eigentlich noch nicht genau, was dich erwartet.

00:39:49: Also schon Kinder, aber wie es dann sein wird, weiß man meistens ja nicht.

00:39:54: Boah, da gibt es ja so viel, ne?

00:39:59: Vielleicht nicht für die ganz frisch gebackenen... Ja, wobei, doch ist egal.

00:40:03: Das ist ein zeitloser Tipp von mir.

00:40:05: Einfach, weil es gerade mein Thema ist und ich mich damit jetzt gerade auseinandersetze.

00:40:11: Ich glaube, dass man als Eltern super schnell in so ein Fahrwassergerät, dass man so, wenn man sich viel mit seinen Kindern auseinandersetzt und man will natürlich die richtigen Entscheidungen für die Kinder treffen und man will irgendwie alles richtig machen und man ist aber auch oft überfordert und merkt man kann auch nicht alles kontrollieren und soll man ja auch vielleicht gar nicht oder so.

00:40:34: Ich habe gemerkt, wie wichtig es für mich ist, mich auch mit mir auseinanderzusetzen.

00:40:42: Also wie sehr das auch überstrahlt in, wie ich mit meinen Kindern bin.

00:40:48: Und ich bin darauf gekommen, deshalb sage ich das, weil ich hatte zum Beispiel Probleme in meiner Schulzeit, krasse Probleme mit so Konzentration und mit dem Aufnehmen von Schulstoff, der mich nicht interessiert hat und so was.

00:41:01: Meine Eltern waren da irgendwie cool, aber mich hat das total gestresst.

00:41:04: Die haben keinen Druck gemacht, aber irgendwie war das so, oh Gott, ich funktioniere hier nicht.

00:41:08: Und es hat mich wütend gemacht als Kind.

00:41:10: So, und ich war dann so, ja, hatte auch eine Zeit lang sozusagen, weiß ich, war oft je zornig und so, war richtig zorniger Junge dann und mich hat das gestresst, diese ganzen Erwartungen und so, ne?

00:41:23: Und mein Sohn wurde halt eingeschwult vor zwei Jahren, oder jetzt fast drei Jahren schon, und ich hab plötzlich wieder angefangen, ich war oft wütend so in meinem Alltag, weil er angefangen hat, ähnliche, ich hab mich in ihm gesehen.

00:41:40: wie ich war in der Schule.

00:41:42: Und hab da auch bestimmt angefangen, Sachen so rein zu projizieren, bis ich irgendwann gecheckt hab, ey, das ist alles, das ist ein Gefühl, was scheinbar dreißig Jahre lang in mir abgespeichert wurde.

00:41:56: Und jetzt, weil mein Kind in derselben Situation ist, wie ich damals, kommt dieses Gefühl wieder in mir hoch.

00:42:03: Ich weiß gar nicht so, ich kann gar nicht so schnell gucken, so plötzlich ist das wieder da, wie auf dem Fingerschnip.

00:42:08: Und ... Es macht was mit mir.

00:42:10: Ich spüre wieder diese Wut von damals sozusagen.

00:42:13: Und bevor ich jetzt den Fehler mache und das irgendwie auf meinen Sohn projiziere, was bestimmt auch mal passiert ist so, muss ich mich mit mir selber auseinandersetzen und muss selber für mich scheinbar noch mal etwas verarbeiten, von dem ich gar nicht wusste, dass das noch in mir existiert, weil das lange, lange, lange her ist.

00:42:32: Und das war aber so ein krasser Aha-Moment, dass ich dachte, guck mal, es ist alles irgendwo abgespeichert und es kommt jetzt, weil ich Kinder habe, die jetzt wieder in derselben Situation sind wie ich damals, kommt es wieder in mir hoch.

00:42:45: Und ich muss darauf aufpassen, dass ich nicht unfair meinen Kindern gegenüber werde, sondern dass ich mich mit mir selbst auseinandersetze und an mir selber arbeite, statt alles auf meine Kinder zu übertragen.

00:42:58: Und wenn man daraus jetzt irgendwie einen Ratschlag oder Tipp ableiten kann, dann wäre der das, wie auch immer er aussieht.

00:43:06: Falls man Zeit überhaupt dafür findet, weil ich finde schon eines der großen Themen ist halt, dass du logischerweise gerade in den Anfangsjahren der Kindern alles auf die Kinder fokussierst, also die Beziehung wird vielleicht auch kurz ausgesetzt für... Keine Ahnung wie lange, aber du fokussierst, du bist primär Mama und Papa und du findest ja auch sehr wenig Zeit, dich mit dir selber zu beschäftigen und vielleicht dann auch mit der Beziehung zu beschäftigen.

00:43:30: Also das ist auch sein Riesenthema bei uns in der Community, dass man auch die Beziehung nicht vernachlässigen sollte und das nicht verpassen sollte.

00:43:40: Ja unbedingt, wenn man das irgendwie... Es ist leichter gesagt.

00:43:45: Ja, und man ist ultramühle die ersten Jahre und man ist auch gestresst und man glaubt auch, man hat keine Zeit.

00:43:52: Aber es stellt sich dann ja schon raus eigentlich immer, wenn man sich dann mal die Zeit nimmt.

00:43:59: Wie wichtig und wohltuend und sei es für die Beziehung oder irgendwie sonst wie... Wichtig ist, sich trotzdem diese Zeit zu nehmen.

00:44:07: Auch wenn man denkt, man hat sie nicht, man hat sie doch am Ende.

00:44:10: Man ist nur so erschlagen vom Alltag und von den ganzen Verpflichtungen, dass man halt dieses, da haben wir keine Zeit für, das geht einem schnell über die Lippen.

00:44:18: Aber wenn man sich die Zeit dann doch nimmt.

00:44:20: stellt man ja eigentlich immer fest, wie wichtig und wie wertvoll das war, sich diese Zeit zu nehmen.

00:44:25: Und wo du gerade gesagt hast, so die ersten Jahre ist man natürlich, es ist ja wie so ein Hyperfokus nur auf die Kinder, nur auf das Familienleben.

00:44:35: Ich habe zum Beispiel gemerkt, nach einem langen Spaziergang mit einem Freund, den ich ein paar Monate nicht mehr gesehen habe, wie Wichtig es für mich war, einfach mit einem guten Freund mal wieder in den Austausch zu gehen.

00:44:46: Und wie wichtig es in dem Moment auch war, diesen Familienkosmos kurz zu verlassen.

00:44:50: Es war nicht viel, es waren zwei, drei Stunden, aber es hat so viel geregelt.

00:44:55: Und ich hab mich dann auch dabei ertappt, wie man so in dieser Familienbubble, wie man sich da ja auch manchmal so abschottet und isoliert.

00:45:04: Und wie man dann auch mit gewissen Fragestellungen oder Problemen des Alltags ... nicht wirklich weiter kommt.

00:45:10: So lange, bis du mal mit jemandem der frische Gedanken dazu hast, in den Austausch gehst und plötzlich merkst, ah, hier öffnet sich gerade was und jetzt kommt Bewegung rein.

00:45:19: und es hat dann so gut getan.

00:45:20: Und dieser Spaziergang mit dem Freund hat mir dann auch gezeigt, das ist jetzt aber auch schon drei Jahre her oder so, wie wichtig das zum Beispiel für mich ist.

00:45:30: Und das ist ja, es hängt ja alles zusammen.

00:45:33: Deine Familie profitiert dann ja auch davon.

00:45:36: Darum geht es ja, dass es Gerade den Blick mal kurz in eine andere Richtung schweifen zu lassen.

00:45:42: Das hilft ja total dabei, dass es danach dann auch wieder im internen und kleinsten Kreis besser funktioniert.

00:45:49: Absolut, kann ich nur unterschreiben.

00:45:50: Dann geht es halt mal nicht nur um die Kinder-SGD.

00:45:53: Primär um die Kinder natürlich, aber dann geht's mit Freunden einmal um andere Themen vielleicht auch ja absolut.

00:46:00: Flo, zum Abschluss noch, was habt ihr mit deinen Freunden noch geplant?

00:46:04: Jetzt kurzfristig, mittelfristig, worauf können sich Kinder, aber auch die Eltern noch freuen?

00:46:10: Also jetzt gerade machen wir mal so zwei Wochen nix, das ist für uns schon richtig viel.

00:46:14: Und dann fangen wir an, an neuer Musik zu arbeiten.

00:46:17: Wir wollen gerne irgendwann nächstes Jahr ein neues Album veröffentlichen.

00:46:22: Lassen uns aber auch gerade Zeit damit und machen das Ganze in Ruhe.

00:46:25: Wir arbeiten an der nächsten Hörspielfolge.

00:46:29: Wir haben alle zwei Wochen ein Podcast, der heißt ordentlich durcheinander, der Familienpodcast, wo wir Fragen von Kindern, die sie uns per Sprachnachricht schicken, beantworten.

00:46:37: Und wir bereiten natürlich unsere große Herbst- und Wintertour vor, die Ende Oktober startet und dann bis Ende Dezember oder bis kurz vor Weihnachten geht.

00:46:49: Das sind so... Die nächsten Projekte, die anstehen.

00:46:53: Also es wird nicht langweilig.

00:46:56: Definitiv nicht.

00:46:57: Ja, gut.

00:46:58: Dann freue ich mich auf alles, was noch kommt von euch.

00:47:00: Bedanke mich recht herzlich für deine Zeit und für die offenen Worte auch.

00:47:03: Ist auch nicht selbstverständlich.

00:47:05: Und ja, wünsche dir und euch noch alles Gute.

00:47:09: Alles klar.

00:47:10: Vielen Dank für deine Einladung und dir auch alles Gute.

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